Gidday The second!
Gidday again aus dem sonnigen und heissen Sydney.
Seit meinem letzten Blogeintrag ist ganz schön viel Zeit vergangen und deshalb möchte ich mich jetzt mit einem extra dicken Eintrag entschuldigen und einiges nachholen. (Lesen lohnt sich auf jeden Fall)
Kurz nach dem Urlaub mit Reinhard bin ich abends mal mit Locals weggegangen. War ganz schön hart und das waren auch ganz spezielle Locals, denn ich war nicht wirklich in der Lage, der Konversation zu folgen. Während Unterhaltungen mit nicht Muttersprachlern auch vor dem Aufenthalt eigentlich kein Problem waren, machte mir das doch den Gar aus. Inzwischen (3 Wochen später) komme ich aber ziemlich gut klar und muss nicht mehr gross überlegen, wenn ich längere und kompliziertere Sätze formulieren muss. Dasselbe an der Arbeit. Wenn die Leute da über irgendwelche Tagesroutinen reden (z.B. ob sie das estländische Ex-Model mit neu zugelegten Sängerqualitäten und Beinahe-Pornomusikvideo in Australien raus bringen sollen), dann hat man als nicht Local zunächst mal keine Chance. Aber auch hier geht inzwischen schon mehr. Im Prinzip fängt meine vierte Woche im Studio jetzt erst an.
Die Universität von Sydney ist jetzt auch nicht länger mehr eine Unbekannte. Ein Riesencampus mit vielen schönen alten Bauten im Stile von alterwürdigen englischen Unis wie Oxford oder Cambridge. Es gibt sogar einen Fachbereich digitale Medien. Leider hab ich noch nicht rausgefunden, woran die so forschen. Aber ich will demnächst mal vorbeischaün.
Vor ca. 2 Wochen waren wir in einer der höchsten Skybars in Sydney. Oben bot sich ein spektakulärer Blick über die Harbour Bridge und das Opera House plus den Rest der Skyline, denn das Restaurant dreht sich in 90 Minuten um sich selbst. Das interessante dabei ist, dass nur der Teil auf dem man sitzt, der wie ein grosser Ring ist, sich dreht. Die Aussenhaut dreht sich nicht (d.h. die Fenster bewegen sich langsam an einem vorbei), genausowenig wie der innere Kreis, auf dem die Bar thront. Wenn man also eben noch die hübsche Barfrau im Auge hatte, sich dann eine halbe Stunde mit seinem Nebenmann/-frau untehalten hat und sich dann mal wieder fragt, was wohl die schöne Barfrau gerade macht, so bekommt man möglicherweise nur noch die Toilettentür zu Gesicht. Man sitzt also auf einem Ring, der sich in Bezug zur Aussenhaut und zum inneren Bereich dreht.
Am Wochenende waren wir dann im “Tank Club”, der von sich behauptet, einer der Top 10 Clubs der Erde zu sein. Hohe Erwartungen rankten sich um dieses Etablissement. Weil der Club so elitär ist, können sie es sich auch leisten auf das Standard Schicki Micki Volk zu verzichten und schreiben stattdessen vor, man soll funky Sneakers und eine gesunde Einstellung zur Party mitbringen. Da wir nur wenig funkiges Equipment daheim hatten, haben wir uns einfach beim Trödler um die Ecke funkige Sonnenbrillen geholt und sind damit vor dem Club aufgekreuzt. Bibbernd, ob wir denn wirklich reinkommen in diesen exklusiven Club reingelassen werden, näherten wir uns den düster drein blickenden Türstehern. Am Eingang angekommen, tritt einer zu uns, mustert uns kritisch und fragt: “Wollt ihr wirklich mit den Sonnenbrillen in den Club gehen” Jetzt waren wir komplett verwirrt, da wir doch davon ausgehen, nur unter zur Schau Stellung unserer funkigsten Körperaccesoires in den Club gelangen zu können. Naja, wir nahmen die Brillen ab und durften reingehen. Am Eingang wurden wir mit 20 Aussiedollar pro Person abkassiert, der erste Drink kostete 17 Dollar und ein Bier anschliessend A$ 9,70 (1 australischer Dollar ist ungefähr 0,65 Euro). Der höchste Preis, den ich jemals für ein kleines Bier bezahlt habe.
Die Clubnight war jedoch ebenfalls eine der besten meines bescheidenen kurzen Lebens. An diesem Abend war der DJ eine Frau namens Rebekah, die ausschliesslich sehr harten, unmelodiösen elektronischen House gespielt hat. Aber das in vollendeter Perfektion. Vor der Nacht konnte ich mit Musik, die sich nur von Rythmus und Noise-Effekten ernährt, wenig anfangen, was sich mit diesem Abend schlagartig geändert hat. Das was man da gehört hat, war ausserst progressiv und wird wohl tatsächlich in den Top House Clubs der Welt gespielt. Ich meine, solche Musik oft beim Günter gehört zu haben damals. Günter? Aüssere dich dazu, wenn du mit der Beschreibung was anfangen kannst. J Wir haben dem Floor bis 5 Uhr morgens ordentlich die Sporen gegeben und mussten dann gehen, weil wir bereits 80 Dollar dagelassen hatten und es nichts zu essen gab.
Letztes Wochenende haben ich und alle meine Mibos (ostdeutscher Slang für Mitbewohner) dann einen Surftrip mit Mojosurf gebucht, ein Anbieter der wie der Name schon sagt, nicht nur für das Erlernen der Surftechniken sorgt, sondern auch noch zwischenmenschliche Beziehungen fördern will. Wie dem auch sei, jedenfall war die Gruppe sehr sehr cool. Viele nette / gutaussehende Leute / Mädels. Beweisphotos müsste es demnächst auch in der Photosection geben. Jedenfalls waren die zwei Tage Surftrip sehr geil. Da ich ja schon surfen konnte (dem 3-Stunden Kurs in Byron Bay sei dank), war das Aufstehen auf dem Board eine Lapalie, und es gelang mir auch gleich beim ersten mal wieder. Ich habe vieles gelernt in den 2 Tagen, so dass ich mich dann auch mal in eine 2 Meter Welle geschmissen habe. Leider gelang mir das mit dem Aufstehen in der Wucht der Welle nicht ganz und deshalb wurde ich kurz darauf in der Mühle der Welle zermahlen, mein Board hingegen zog es vor, Richtung Himmel auszubüchsen. Am letzen Tag sind wir dann auch noch auf eine 30 Kilometer lange Düne zum Sandboarden, was ganz witzig ist, weil man im Prinzip weder lenken noch bremsen kann und garantiert zerschellt, wenn man unten angekommen ist. Die Dünen sind wir übrigens mit einem Allradjeep hoch und runter geheizt, ungefähr so wie auf Fraser Island, nur ohne Leute, die meckern und viel schneller und viel riskanter.
Am letzten Donnerstag war dann Australia Day. Der Nationalfeiertag in Australien, der daran erinnert, wie 1788 die „First Fleet“ das erste Mal australischen Boden betrat. Übrigens bestand die aus Soldaten und Strafgefangenen, die möglichst weit von zuhause (England) deportiert werden sollten. Der Australia Day war sehr witzig, die Stadt war voller Leute und jede Menge gute (Jazz-)konzerte in den Parks. Abends gabs dann ein spektakuläres Feürwerk mit einrahmendem Entertainment-Programm. Den Abend ließen wir dann auf dem Pier bei ein paar Flaschen Rotwein ausklingen. Auch hier gibt’s wieder Photos.
Dieser Tag also, der die Aussies glücklich macht, hatte bei mir noch einen sauren Nachgeschmack. Der Grund war einerseits, dass ich meine Digicamspeicherkarte verlor und noch schlimmer: dass mein Laptop in einem Wasserbassin lag, als ich nachts nach Hause kam. Wie kam er da rein, werden sich manche von euch fragen:
Nun, ganz einfach: Am Nachmittag zuvor hatte ich einen Trinkwasserkanister gekauft (ist hier uso, weil billiger als das sehr teure Flaschenwasser) und diesen im Regal über dem Läppi platziert. Leider hatte dieser ein minimal kleines Loch, was ich aber nicht bemerkte. Aus jenem Loch ergoss sich vielleicht ein halber Liter an Wasser über das Regal und in die Schublade mit dem Laptop. Zum Glück hatte ich ihn aus irgendeinem Grund in eine Plastiktüte gepackt, jedoch reagierte er nach 2 Tagen Trocknungsversuchen trotzdem nicht mehr auf Anmachversuche. Gestern lief er dann wieder, allerdings mit gravierenden Grafikfehlern. Heute hab ich ihn mal auseinandergenommen, konnte aber nicht mehr die geringsten Wasserspuren ausmachen. Im Moment läuft er wieder nicht. Ich hoffe, dass ich das Pferdchen wieder flott bekomme, sonst wäre das sehr bedaürlich.
Und noch eins: Meine Dell-Garantie, die noch ca. einen halben Monat gültig ist, ist nur innerhalb Deutschlands gültig. Das habe ich heute durch einen Anruf bei Dell erfahren. Sollte ich trotzdem eine Reparatur wünschen, würde ich bei ca. 700 Dollar landen.
Nun ja, nach dem vielen Lesen komme ich jetzt mal zum Ende und kündige das nächste Update für „demnächst“ an.
Seit meinem letzten Blogeintrag ist ganz schön viel Zeit vergangen und deshalb möchte ich mich jetzt mit einem extra dicken Eintrag entschuldigen und einiges nachholen. (Lesen lohnt sich auf jeden Fall)
Kurz nach dem Urlaub mit Reinhard bin ich abends mal mit Locals weggegangen. War ganz schön hart und das waren auch ganz spezielle Locals, denn ich war nicht wirklich in der Lage, der Konversation zu folgen. Während Unterhaltungen mit nicht Muttersprachlern auch vor dem Aufenthalt eigentlich kein Problem waren, machte mir das doch den Gar aus. Inzwischen (3 Wochen später) komme ich aber ziemlich gut klar und muss nicht mehr gross überlegen, wenn ich längere und kompliziertere Sätze formulieren muss. Dasselbe an der Arbeit. Wenn die Leute da über irgendwelche Tagesroutinen reden (z.B. ob sie das estländische Ex-Model mit neu zugelegten Sängerqualitäten und Beinahe-Pornomusikvideo in Australien raus bringen sollen), dann hat man als nicht Local zunächst mal keine Chance. Aber auch hier geht inzwischen schon mehr. Im Prinzip fängt meine vierte Woche im Studio jetzt erst an.
Die Universität von Sydney ist jetzt auch nicht länger mehr eine Unbekannte. Ein Riesencampus mit vielen schönen alten Bauten im Stile von alterwürdigen englischen Unis wie Oxford oder Cambridge. Es gibt sogar einen Fachbereich digitale Medien. Leider hab ich noch nicht rausgefunden, woran die so forschen. Aber ich will demnächst mal vorbeischaün.
Vor ca. 2 Wochen waren wir in einer der höchsten Skybars in Sydney. Oben bot sich ein spektakulärer Blick über die Harbour Bridge und das Opera House plus den Rest der Skyline, denn das Restaurant dreht sich in 90 Minuten um sich selbst. Das interessante dabei ist, dass nur der Teil auf dem man sitzt, der wie ein grosser Ring ist, sich dreht. Die Aussenhaut dreht sich nicht (d.h. die Fenster bewegen sich langsam an einem vorbei), genausowenig wie der innere Kreis, auf dem die Bar thront. Wenn man also eben noch die hübsche Barfrau im Auge hatte, sich dann eine halbe Stunde mit seinem Nebenmann/-frau untehalten hat und sich dann mal wieder fragt, was wohl die schöne Barfrau gerade macht, so bekommt man möglicherweise nur noch die Toilettentür zu Gesicht. Man sitzt also auf einem Ring, der sich in Bezug zur Aussenhaut und zum inneren Bereich dreht.
Am Wochenende waren wir dann im “Tank Club”, der von sich behauptet, einer der Top 10 Clubs der Erde zu sein. Hohe Erwartungen rankten sich um dieses Etablissement. Weil der Club so elitär ist, können sie es sich auch leisten auf das Standard Schicki Micki Volk zu verzichten und schreiben stattdessen vor, man soll funky Sneakers und eine gesunde Einstellung zur Party mitbringen. Da wir nur wenig funkiges Equipment daheim hatten, haben wir uns einfach beim Trödler um die Ecke funkige Sonnenbrillen geholt und sind damit vor dem Club aufgekreuzt. Bibbernd, ob wir denn wirklich reinkommen in diesen exklusiven Club reingelassen werden, näherten wir uns den düster drein blickenden Türstehern. Am Eingang angekommen, tritt einer zu uns, mustert uns kritisch und fragt: “Wollt ihr wirklich mit den Sonnenbrillen in den Club gehen” Jetzt waren wir komplett verwirrt, da wir doch davon ausgehen, nur unter zur Schau Stellung unserer funkigsten Körperaccesoires in den Club gelangen zu können. Naja, wir nahmen die Brillen ab und durften reingehen. Am Eingang wurden wir mit 20 Aussiedollar pro Person abkassiert, der erste Drink kostete 17 Dollar und ein Bier anschliessend A$ 9,70 (1 australischer Dollar ist ungefähr 0,65 Euro). Der höchste Preis, den ich jemals für ein kleines Bier bezahlt habe.
Die Clubnight war jedoch ebenfalls eine der besten meines bescheidenen kurzen Lebens. An diesem Abend war der DJ eine Frau namens Rebekah, die ausschliesslich sehr harten, unmelodiösen elektronischen House gespielt hat. Aber das in vollendeter Perfektion. Vor der Nacht konnte ich mit Musik, die sich nur von Rythmus und Noise-Effekten ernährt, wenig anfangen, was sich mit diesem Abend schlagartig geändert hat. Das was man da gehört hat, war ausserst progressiv und wird wohl tatsächlich in den Top House Clubs der Welt gespielt. Ich meine, solche Musik oft beim Günter gehört zu haben damals. Günter? Aüssere dich dazu, wenn du mit der Beschreibung was anfangen kannst. J Wir haben dem Floor bis 5 Uhr morgens ordentlich die Sporen gegeben und mussten dann gehen, weil wir bereits 80 Dollar dagelassen hatten und es nichts zu essen gab.
Letztes Wochenende haben ich und alle meine Mibos (ostdeutscher Slang für Mitbewohner) dann einen Surftrip mit Mojosurf gebucht, ein Anbieter der wie der Name schon sagt, nicht nur für das Erlernen der Surftechniken sorgt, sondern auch noch zwischenmenschliche Beziehungen fördern will. Wie dem auch sei, jedenfall war die Gruppe sehr sehr cool. Viele nette / gutaussehende Leute / Mädels. Beweisphotos müsste es demnächst auch in der Photosection geben. Jedenfalls waren die zwei Tage Surftrip sehr geil. Da ich ja schon surfen konnte (dem 3-Stunden Kurs in Byron Bay sei dank), war das Aufstehen auf dem Board eine Lapalie, und es gelang mir auch gleich beim ersten mal wieder. Ich habe vieles gelernt in den 2 Tagen, so dass ich mich dann auch mal in eine 2 Meter Welle geschmissen habe. Leider gelang mir das mit dem Aufstehen in der Wucht der Welle nicht ganz und deshalb wurde ich kurz darauf in der Mühle der Welle zermahlen, mein Board hingegen zog es vor, Richtung Himmel auszubüchsen. Am letzen Tag sind wir dann auch noch auf eine 30 Kilometer lange Düne zum Sandboarden, was ganz witzig ist, weil man im Prinzip weder lenken noch bremsen kann und garantiert zerschellt, wenn man unten angekommen ist. Die Dünen sind wir übrigens mit einem Allradjeep hoch und runter geheizt, ungefähr so wie auf Fraser Island, nur ohne Leute, die meckern und viel schneller und viel riskanter.
Am letzten Donnerstag war dann Australia Day. Der Nationalfeiertag in Australien, der daran erinnert, wie 1788 die „First Fleet“ das erste Mal australischen Boden betrat. Übrigens bestand die aus Soldaten und Strafgefangenen, die möglichst weit von zuhause (England) deportiert werden sollten. Der Australia Day war sehr witzig, die Stadt war voller Leute und jede Menge gute (Jazz-)konzerte in den Parks. Abends gabs dann ein spektakuläres Feürwerk mit einrahmendem Entertainment-Programm. Den Abend ließen wir dann auf dem Pier bei ein paar Flaschen Rotwein ausklingen. Auch hier gibt’s wieder Photos.
Dieser Tag also, der die Aussies glücklich macht, hatte bei mir noch einen sauren Nachgeschmack. Der Grund war einerseits, dass ich meine Digicamspeicherkarte verlor und noch schlimmer: dass mein Laptop in einem Wasserbassin lag, als ich nachts nach Hause kam. Wie kam er da rein, werden sich manche von euch fragen:
Nun, ganz einfach: Am Nachmittag zuvor hatte ich einen Trinkwasserkanister gekauft (ist hier uso, weil billiger als das sehr teure Flaschenwasser) und diesen im Regal über dem Läppi platziert. Leider hatte dieser ein minimal kleines Loch, was ich aber nicht bemerkte. Aus jenem Loch ergoss sich vielleicht ein halber Liter an Wasser über das Regal und in die Schublade mit dem Laptop. Zum Glück hatte ich ihn aus irgendeinem Grund in eine Plastiktüte gepackt, jedoch reagierte er nach 2 Tagen Trocknungsversuchen trotzdem nicht mehr auf Anmachversuche. Gestern lief er dann wieder, allerdings mit gravierenden Grafikfehlern. Heute hab ich ihn mal auseinandergenommen, konnte aber nicht mehr die geringsten Wasserspuren ausmachen. Im Moment läuft er wieder nicht. Ich hoffe, dass ich das Pferdchen wieder flott bekomme, sonst wäre das sehr bedaürlich.
Und noch eins: Meine Dell-Garantie, die noch ca. einen halben Monat gültig ist, ist nur innerhalb Deutschlands gültig. Das habe ich heute durch einen Anruf bei Dell erfahren. Sollte ich trotzdem eine Reparatur wünschen, würde ich bei ca. 700 Dollar landen.
Nun ja, nach dem vielen Lesen komme ich jetzt mal zum Ende und kündige das nächste Update für „demnächst“ an.

